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Tönle (Mario Rigoni Stern)

Tönle (Mario Rigoni Stern)

Die Geschichte eines Reisenden, dessen Leben untrennbar mit seiner Heimat verbunden ist. Auf der Hochebene von Asiago, an der Grenze zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn, lebt Mitte des 19. Jahrhunderts Tönle Bintarn. Ein einfacher Mann, ein Hirte, der schmuggelt, um seine Familie zu ernĂ€hren. Als er aus Versehen einen ZollwĂ€chter verletzt, muss er fliehen und hilft fortan in den WĂ€ldern KĂ€rntens beim Holzabrinden und dann einem Bauern in der Steiermark aus, wird Hausierer von Kunstdrucken in den Karpaten, GĂ€rtner in Prag, Pferdehirt in Ungarn. Doch jeden Winter kehrt der EinzelgĂ€nger von den Grenzbeamten unbemerkt nach Hause zurĂŒck, zu seiner Frau und seinen Kindern. Erst nach Jahren wird Tönle begnadigt und kann sein Leben als SchĂ€fer wieder aufnehmen. Doch bald zerbricht die Welt, wie er sie kennt, erneut: Als der Erste Weltkrieg ausbricht, ist er achtzig Jahre alt. WĂ€hrend seine geliebte Heimat nur noch ein Schlachtfeld ist, weigert sich der alte Mann, seine Herde, sein Haus und seine Familie aufzugeben. In poetischer, klarer Sprache erzĂ€hlt Mario Rigoni Stern die Geschichte eines freien Geistes, der zwischen den MĂ€chten der Geschichte gefangen ist: dem Untergang der K.u.k.-Monarchie, den Wirren des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der alten bĂ€uerlichen Welt.

Autorenportrait

Mario Rigoni Stern wurde 1921 in Asiago in den italienischen Alpen geboren und wuchs in einer traditionellen Bergbauernfamilie auf. Als junger Mann trat er in die Armee ein und kĂ€mpfte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront. Nach der italienischen Kapitulation 1943 wurde Rigoni Stern von den Deutschen gefangen genommen und deportiert. Ihm gelang die Flucht, und er kehrte zu Fuß in sein Heimatdorf zurĂŒck. Diese Erfahrungen prĂ€gten ihn tief und wurden zum zentralen Thema seines ersten und berĂŒhmtesten Werks, Il sergente nella neve. Nach dem Krieg arbeitete Rigoni Stern als Förster, widmete sich dem Schreiben und wurde zu einer der wichtigsten Stimmen der italienischen Nachkriegsliteratur. Mario Rigoni Stern starb 2008 in Asiago.

Weitere Angaben

Buch (Hardcover), Deutsch, 160 Seiten
$15.00
Tönle (Mario Rigoni Stern)—
$15.00
Produktbild 1

Description

Die Geschichte eines Reisenden, dessen Leben untrennbar mit seiner Heimat verbunden ist. Auf der Hochebene von Asiago, an der Grenze zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn, lebt Mitte des 19. Jahrhunderts Tönle Bintarn. Ein einfacher Mann, ein Hirte, der schmuggelt, um seine Familie zu ernĂ€hren. Als er aus Versehen einen ZollwĂ€chter verletzt, muss er fliehen und hilft fortan in den WĂ€ldern KĂ€rntens beim Holzabrinden und dann einem Bauern in der Steiermark aus, wird Hausierer von Kunstdrucken in den Karpaten, GĂ€rtner in Prag, Pferdehirt in Ungarn. Doch jeden Winter kehrt der EinzelgĂ€nger von den Grenzbeamten unbemerkt nach Hause zurĂŒck, zu seiner Frau und seinen Kindern. Erst nach Jahren wird Tönle begnadigt und kann sein Leben als SchĂ€fer wieder aufnehmen. Doch bald zerbricht die Welt, wie er sie kennt, erneut: Als der Erste Weltkrieg ausbricht, ist er achtzig Jahre alt. WĂ€hrend seine geliebte Heimat nur noch ein Schlachtfeld ist, weigert sich der alte Mann, seine Herde, sein Haus und seine Familie aufzugeben. In poetischer, klarer Sprache erzĂ€hlt Mario Rigoni Stern die Geschichte eines freien Geistes, der zwischen den MĂ€chten der Geschichte gefangen ist: dem Untergang der K.u.k.-Monarchie, den Wirren des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der alten bĂ€uerlichen Welt.

Autorenportrait

Mario Rigoni Stern wurde 1921 in Asiago in den italienischen Alpen geboren und wuchs in einer traditionellen Bergbauernfamilie auf. Als junger Mann trat er in die Armee ein und kĂ€mpfte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront. Nach der italienischen Kapitulation 1943 wurde Rigoni Stern von den Deutschen gefangen genommen und deportiert. Ihm gelang die Flucht, und er kehrte zu Fuß in sein Heimatdorf zurĂŒck. Diese Erfahrungen prĂ€gten ihn tief und wurden zum zentralen Thema seines ersten und berĂŒhmtesten Werks, Il sergente nella neve. Nach dem Krieg arbeitete Rigoni Stern als Förster, widmete sich dem Schreiben und wurde zu einer der wichtigsten Stimmen der italienischen Nachkriegsliteratur. Mario Rigoni Stern starb 2008 in Asiago.

Weitere Angaben

Buch (Hardcover), Deutsch, 160 Seiten
Tönle (Mario Rigoni Stern) | Weltbild