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ErzÀhlungen aus Kolyma (Warlam Schalamow)

ErzÀhlungen aus Kolyma (Warlam Schalamow)

Warlam Schalamows ErzĂ€hlungen aus Kolyma gehören zu den herausragendsten Leistungen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Autor geht darin einer SchlĂŒsselfrage unserer Gegenwart nach: Wie können Menschen, die ĂŒber Jahrhunderte in der Tradition des Humanismus erzogen wurden, Lager wie Auschwitz und Kolyma hervorbringen?

Diese Ausgabe im Paperback versammelt ein Dutzend der prĂ€gendsten Texte aus Schalamows umfangreichem ErzĂ€hlwerk ĂŒber die Lagerwelt in einer der kĂ€ltesten Regionen der Erde. Wer die ErzĂ€hlungen liest, wird in einen Lageralltag hineingezogen, in dem die unmittelbare Gewalt stets prĂ€sent ist und dem HĂ€ftling jede Hoffnung auf einen Ausweg genommen wird. Und dennoch legen Schalamows ErzĂ€hlungen ein bleibendes literarisches Zeugnis ab ĂŒber die enorme physische wie auch moralische Widerstandskraft des Menschen. Sie tun das nicht zuletzt durch ihre lakonische und zugleich melodische Sprache, ihren vielschichtigen poetischen Reichtum. »In den ErzĂ€hlungen aus Kolyma gibt es nichts, das nicht Überwindung des Bösen und Triumph des Guten wĂ€re - wenn man die Frage im großen Rahmen, im Rahmen der Kunst betrachtet«, so Schalamow ĂŒber sein Jahrhundertwerk, das auch dem heutigen Leser tiefstes Erschrecken ĂŒber das Menschenmögliche, zugleich aber grĂ¶ĂŸte Hoffnung auf Überwindung aller Schrecknisse beschert.

Autorenportrait

Warlam Schalamow, 1907 im nordrussischen Wologda als Sohn eines orthodoxen Geistlichen geboren, studierte zunĂ€chst sowjetisches Recht in Moskau. Nach seiner Verhaftung wegen »konterrevolutionĂ€rer Agitation« wurde er zu Lagerhaft im Ural verurteilt und in die Kolyma-Region um den gleichnamigen Fluss im Nordosten Sibiriens deportiert. 1956 kehrte er nach Moskau zurĂŒck, wo er 1982 starb. Bei Matthes & Seitz Berlin erscheint eine Ausgabe seiner Werke in EinzelbĂ€nden.

Gabriele Leupold, 1954 geboren, ĂŒbersetzte u. a. Ossip Mandelstam, Michail Bachtin, Boris Pasternak, Andrej Platonow und die Werke von Warlam Schalamow. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Paul-Celan-Preis, den Johann-Heinrich-Voß-Preis, den Hieronymus-Ring und den Jane Scatcherd-Übersetzerpreis 2018 der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung.

Franziska Thun-Hohenstein, 1951 geboren, studierte russische Sprache und Literatur in Moskau. Sie ist senior-fellow am Leibniz-Zentrum fĂŒr Literatur- und Kulturforschung Berlin und ist seit 2007 Herausgeberin der Warlam-Schalamow-Werkausgabe bei Matthes & Seitz Berlin.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Deutsch, 270 Seiten
$10.75
ErzĂ€hlungen aus Kolyma (Warlam Schalamow)—
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Description

Warlam Schalamows ErzĂ€hlungen aus Kolyma gehören zu den herausragendsten Leistungen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Autor geht darin einer SchlĂŒsselfrage unserer Gegenwart nach: Wie können Menschen, die ĂŒber Jahrhunderte in der Tradition des Humanismus erzogen wurden, Lager wie Auschwitz und Kolyma hervorbringen?

Diese Ausgabe im Paperback versammelt ein Dutzend der prĂ€gendsten Texte aus Schalamows umfangreichem ErzĂ€hlwerk ĂŒber die Lagerwelt in einer der kĂ€ltesten Regionen der Erde. Wer die ErzĂ€hlungen liest, wird in einen Lageralltag hineingezogen, in dem die unmittelbare Gewalt stets prĂ€sent ist und dem HĂ€ftling jede Hoffnung auf einen Ausweg genommen wird. Und dennoch legen Schalamows ErzĂ€hlungen ein bleibendes literarisches Zeugnis ab ĂŒber die enorme physische wie auch moralische Widerstandskraft des Menschen. Sie tun das nicht zuletzt durch ihre lakonische und zugleich melodische Sprache, ihren vielschichtigen poetischen Reichtum. »In den ErzĂ€hlungen aus Kolyma gibt es nichts, das nicht Überwindung des Bösen und Triumph des Guten wĂ€re - wenn man die Frage im großen Rahmen, im Rahmen der Kunst betrachtet«, so Schalamow ĂŒber sein Jahrhundertwerk, das auch dem heutigen Leser tiefstes Erschrecken ĂŒber das Menschenmögliche, zugleich aber grĂ¶ĂŸte Hoffnung auf Überwindung aller Schrecknisse beschert.

Autorenportrait

Warlam Schalamow, 1907 im nordrussischen Wologda als Sohn eines orthodoxen Geistlichen geboren, studierte zunĂ€chst sowjetisches Recht in Moskau. Nach seiner Verhaftung wegen »konterrevolutionĂ€rer Agitation« wurde er zu Lagerhaft im Ural verurteilt und in die Kolyma-Region um den gleichnamigen Fluss im Nordosten Sibiriens deportiert. 1956 kehrte er nach Moskau zurĂŒck, wo er 1982 starb. Bei Matthes & Seitz Berlin erscheint eine Ausgabe seiner Werke in EinzelbĂ€nden.

Gabriele Leupold, 1954 geboren, ĂŒbersetzte u. a. Ossip Mandelstam, Michail Bachtin, Boris Pasternak, Andrej Platonow und die Werke von Warlam Schalamow. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Paul-Celan-Preis, den Johann-Heinrich-Voß-Preis, den Hieronymus-Ring und den Jane Scatcherd-Übersetzerpreis 2018 der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung.

Franziska Thun-Hohenstein, 1951 geboren, studierte russische Sprache und Literatur in Moskau. Sie ist senior-fellow am Leibniz-Zentrum fĂŒr Literatur- und Kulturforschung Berlin und ist seit 2007 Herausgeberin der Warlam-Schalamow-Werkausgabe bei Matthes & Seitz Berlin.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Deutsch, 270 Seiten
ErzÀhlungen aus Kolyma (Warlam Schalamow) | Weltbild